Pencak Silat Verband Schweiz

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Swiss Open 2004

2004 haben in Morschach im Herzen der Schweiz verschiedene asiatische und europäische Nationen einen internationalen Wettkampf in der indonesischen Kampfkunst Pencak Silat in friedlicher und freundschaftlicher Atmosphäre ausgetragen.
Der Pencak Silat Verband der Schweiz hat eingeladen, und von der ganzen Welt sind sie gekommen, die Kämpfer des hierzulande nach wie vor wenig bekannten Pencak Silat. Diese indonesische Karate-Begriff vereinigt vier Elemente: Mentales und spirituelles Training, Selbstverteidigung, Kampfkunst sowie Kampfsport und dient der Selbstbeherrschung, Körperertüchtigung, Meditation, Heilung und dem Kampf.

Und gerade diese Elemente sind mit der eindrücklichen Eröffnungsfeier am Freitagabend zum Ausdruck gekommen. Die Showteams der Schweizer Schulen Perisai Diri aus Hausen a/A und Ambo Training von Bassersdorf haben durch synchrone und präzise Bewegungen zur rhythmischen Klängen genau diese Elemente des Pencak Silat dem begeisterten Publikum näher gebracht. Zudem kamen die mentalen und mystischen Elemente in der Show des indonesischen Topteams hervorragend zum Ausdruck. Es beeindruckt schon, wenn ein Kämpfer mit verbundenen Augen die anschliessend im Raum verteilten Ballone farblich identifiziert und mit einem Messer zum Platzen bringt, ohne jemanden dabei zu berühren.

Dann aber begannen die mit Spannung erwarteten Kämpfe, eröffnet vom indonesischen Botschafter und dem Präsidenten des Weltverbandes PERSILAT, die mit viel Fairness und gegenseitiger Wertschätzung ausgetragen wurden. Sie dauerten bis in die frühen Nachmittagsstunden am Sonntag, wobei das Favoritenteam aus Malaysia sich klar an die Spitze kämpfte.

So ergab sich die folgende Länderrangliste:
Malaysia siegte vor Holland, Singapur und Belgien. Die Schweiz steht auf Platz 5. Dabei kommen folgende Schweizer Schulen in die Medaillen-Ränge:
7 Medaillen für Ambo Training, Bassersdorf und
1 Medaille für Al-Haq, Genf

Besonders beeindruckend ist dabei die Leistung der jungen Schweizerin Marianne Suremann von Mönchaltorf ausgefallen, die in Ihrer Gewichtsklasse die Goldmedaille erkämpfte und damit im Dezember dieses Jahres gute Aussichten auf einen Weltmeistertitel hat.

Mit einem Galabuffet kam an diesem Anlass weder das Kulinarische noch das Kulturelle zu kurz, an welchem auch der in der Schweiz lebende indonesische Grossmeister Haka Tahir trotz seines hohen Alters nicht fehlte und das Publikum sogar mit Trommel und Gesang begeisterte. Aber auch die Alphornbläser und ein traditionelles Angklung-Orchester (Bambus-Instrumente) durften nicht fehlen. Dem Swiss Holiday Park gelang es, den Gästen eine optimale Infrastruktur zur Verfügung zu stellen, was einen wesentlichen Beitrag zum erfolgreichen Gelingen des Anlasses leistete. Die Organisatoren des Pencak Silat Verbandes Schweiz jedenfalls sind mit Ihrem 1. Anlass in dieser Form jedenfalls sehr zufrieden

Hier die Bilder

Bericht: Jürg Sulger
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