Pencak Silat Verband Schweiz

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17. Pencak Silat Welt Meisterschaft 2016 in Bali

Vom 2.-9. Dezember fanden in Denpasar auf Bali die 17. Weltmeisterschaften in Pencak Silat und zugleich das Internationale Festival statt. Am Start waren 41 Nationen, was zugleich einen neuen Rekord bedeutete, auch die Schweiz war mit einem kleinen Team vertreten: Michael Wirth als aktiver Teilnehmer in der Kategorie F Tanding, seine Freundin und Begleitung Luisa Wagener, Nadia Haldi als Assistent-Trainerin und ich als offizieller Vertreter und Präsident des schweizerischen Pencak SIlat Verbandes.

Wir reisten bereits am 24. November von Zürich via Singapur nach Bali, der Götterinsel, um uns an das Klima zu gewöhnen und noch einige Trainings, mehr technischer Art sowie Stretching zu absolvieren. Dies als letzte Vorbereitung auf den Wettkampf.

In der Nähe von Sanur fanden wir ein kleines aber feines Hotel, The Samata, welches nach einer umfassenden Renovation kurz vor der offiziellen Wiedereröffnung stand. Wir hatten ein top eingerichtetes Fitness Studio und mehrere teils über 20 Meter langen Pools zur Verfügung um Michael vorzubereiten. Auch die Küche war für die Wettkampfvorbereitung optimal, abwechslungsreich und eher an die Europäische Küche angelehnt, somit mit wenig Risiko für unerwünschte Nebeneffekte. Nebst der Vorbereitung, welche meist morgens stattfand, nahmen wir uns jeweils nachmittags die Zeit einige nähere Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Nebst dem Tempel Pura Luhur Ulu Watu ganz im Süden an den Steilklippen der Insel sowie dem Strand von Nusa Dua, wo sich die fünf Sterne Hotels in einer Reihe dem sehr flachen und weitläufigen Strand entlang aufreihen, genossen wir einen Bootsausflug auf die vorgelagerte Insel Nusa Lembongan. Als bekanntes Touristen Ausflugsziel, wurden wir mit einem Schnellboot in nur gerade 30 Minuten auf die Insel gefahren. Wie zu erwarten war, standen dort die Ortsansässigen Touristen Guides bereit, und so hatten wir innerhalb von fünf Minuten ein eigenes Taxi inklusive Schnorchel Ausflug und fuhren über die holprigen Strässchen quer über die Insel. Eher ernüchternd war der Ausflug nach Ubud. Die bekannten Künstler- und Handwerksstadt, welche sich rund 20 km im inneren der Insel befindet, hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer ausgewachsenen Touristenattraktion oder eher Touristenfalle entwickelt. Etwas ernüchtert kehrten wir danach in unsere Oase zurück.

Die erste Woche war somit mit Frühsport vormittags und Erkundung am Nachmittag recht gut besetzt, und so kam der 2. Dezember, der Tag zum Bezug der offiziellen Unterkunft, dem zum Zeitpunkt der Eröffnung ersten fünf Sterne Hotel auf Bali, dem Inna Grand Bali Beach Hotel, rasch näher. Dort fanden wir dann bereits ganz viele andere Teams vor. Altbekannte Gesicht aber auch neue unbekannte Teilnehmer wurden begrüsst, erste kritische Blicke wer wohl in welcher Kategorie startet, ausgetauscht. Insgesamt wurden wir sehr freundlich aufgenommen und fanden uns rasch zurecht. Ab diesem Zeitpunkt drehte sich der Tagesablauf nur noch zwischen Hotel, Shuttlebus, Halle, Essenszelt, Halle und Shuttlebus. Die Zeitpläne waren recht eng angesetzt, und konnten nie eingehalten werden. So wuchs die Unsicherheit wann Michael nun effektiv gegen seinen Gegner aus den Philippinen antreten musste, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde. So kam es dann auch, dass sich Michael abends nach 22 Uhr aufwärmte, um den voraussichtlich letzten Kampf des Tages zu bestreiten. Dieser wurde dann kurz vor Beginn auf dem frühen nächsten Morgen verschoben. Somit kämpften wir dann für einen Platz im Shuttlebus, anstelle auf der Matte… Am nächsten Morgen fand der Start dann recht pünktlich, so eine gute halbe Stunde später als angesagt, statt. Nach nur gerade 20 gekämpften Sekunden stieg die Anzeige aus, was zu einem erneuten Unterbruch von mehreren Minuten führte… alles in allem eine Nerven aufreibende Zeit. Leider konnte sich Michael dann nicht durchsetzen und so war der Einsatz des Schweizerischen Teams schon wieder vorbei. Umso mehr konnten wir die übrige Zeit mit dem Zuschauen der interessanten Kämpfe geniessen. Der Weltmeistertitel der Belgierin in der höchsten Frauenkategorie hat uns Europäer noch etwas Aufwind und heissere Stimmen beschwert! Insgesamt wurde fair gekämpft und wir haben schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen.

Ralph Irminger

Hier noch ein paar Links auf YouTube:

Eröffnungsfeier:
https://www.youtube.com/watch?v=wKOerOcOJto

Ganda male Indonesia:
https://www.youtube.com/watch?v=XtWKan8J3Dw

Malaysia vs Indonesia class B
https://www.youtube.com/watch?v=c7_3_q9JDBU