Pencak Silat Verband Schweiz

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Ein erfreuliches Austrian Open 2016

Am diesjährigen Austrian-Open Turnier in Wien, Österreich, nahm SilatPlus aus Hausen am
Albis teil. Das Team: die Trainer Michael Wirth und Michael Gerber mit ihren Schülern Toby
Scheiwiller, Paul Meier, Marius Schülin, Noah Frei, Nina Frei, Simon Föry und Daniel Repérant.
Gekürt mit der Auszeichnung „Bestes Team“ und vielen Gold- und Silbermedaillen und sogar
dem „Besten Kämpfer“ Simon Föry kamen alle erfolgreich, stolz und unversehrt nach Hause.

Am Freitagnachmittag um 17.00 Uhr hob unser Flugzeug nach Wien ab und circa eine Stunde später
kamen wir dort an. Unser Hotel fanden wir relativ leicht. Anschliessend gingen wir in ein italienisches
Restaurant und assen dort ein feines Nachtessen. Zurück im Hotel gingen wir so schnell wie möglich
schlafen, da wir am nächsten Morgen, am Tag des Turniers, um 7.00 Uhr aufstehen mussten, um
rechtzeitig bei der Abwage zu erscheinen.
Am Turniertag gingen wir am Morgen zur Abwage in der Halle. Um 10.30 Uhr begannen die Seni, bei
denen Toby Scheiwiller, Paul Meier, Marius Schülin, Noah Frei, Nina Frei und Simon Föry teinahmen.
Doch bevor das Turnier für uns anfing, machten wir alle gemeinsam im Team ein Hening. Alle trugen
sehr kunstvolle und beeindruckende Seni vor, die zum grössten Teil mit verschiedensten Waffen
vorgeführt wurden. Die indonesische Musik, die im Hintergrund abgespielt wurde, verlieh den
spannenden Seni einen noch exotischeren Hauch. Nina gewann den ersten Platz, gefolgt von Simon
Föry auf dem zweiten Platz, Paul Meier dritter Platz, Toby Scheiwiller vierter Platz, Marius Schülin
sechster Platz und Noah Frei auf dem siebten Platz. Zwischenbilanz: ein Goldpokal, eine Silber- und
eine Bronzemedaille.
Anschliessend fanden die Kämpfe statt. Simon Föry hatte den zweiten Kampf auf der Startliste, darum
ging er mit Michael Wirth sich aufwärmen. Der Kampf begann und die Spannung stieg. Das ganze
Schweizer Team unterstützte Simon von den Schauplätzen aus und Simon erkämpfte sich mit viel
Schweiss und Kraft den Sieg. Simon war im Finale!
Den vierten und letzten Kampf vor der Mittagspause hatte ich. Ich war sehr aufgeregt, da ich zum
ersten Mal in der Erwachsenenkategorie und in der 75-80 kg-Kategorie kämpfte. Als ich in den Ring
stieg, raste mein Herz, aber sobald der Kampf begonnen hatte war ich zu 100% konzentriert und
bereit mein bestes zu geben. In den ersten zwei Runden schien es mir, als wäre ich am verlieren,
aber in der dritten bündelte ich meine ganze Energie und Kraft und erkämpfte mir auf wundersamer
Weise doch noch den erhofften Sieg. Ich war also auch im Finale.
Das indonesische Mittagessen, welches durch Spende verteilt wurde, schmeckte uns allen. Wir

nutzten die Zeit, um uns zu erholen und uns auf die nächsten Kämpfe vorzubereiten. Bald danach
ging es weiter.
Am Nachmittag waren die Kinder und Jugendlichen an der Reihe. Wir unterstützten von den
Schauplätzen aus lautstark jeden einzelnen von unserem Team und unglaublicherweise gewannen
alle ihren ersten Kampf, somit waren wir alle im Finale.
Nina Frei hatte nur einen Kampf zu bestreiten. Sie kämpfte sehr gut und gewann trotz starker
Gegnerin ihre Finale mit einer beeindruckenden Lockerheit. Wir waren alle unglaublich stolz auf sie.
Noah Frei hatte seinen Finalkampf gegen Paul Meier. Es war einer der besten und fairsten Kämpfe
des Turniers. Gespannt schauten wir ihnen zu und feuerten beide an. Nach drei langen Runden war
der Kampf vorbei und egal wer den Kampf gewinnen würde, beide hatten ausgezeichnet gekämpft
und wir waren stolz auf sie beide. Paul Meier gewann das Finale und nach dem Kampf waren Noah
und Paul wieder dicke Freunde.
Simon Föry musste seine Finale gegen einen bärtigen Franzosen bestreiten. Sobald der Kampf
begann, sah man, dass Simon den Kampf führte und mit seinem Gegner spielte. Er liess seinen
Gegner nah an sich herankommen und verpasste ihm anschliessend einen perfekt platzierten Tritt in
den Bauch, so fest, dass sein Gegner aus dem Ring stolperte. Das war ganz einfach unglaublich.
Nach der dritten Runde hatte er sich endgültig den ersten Platz in seiner Kategorie gesichert. Wir
waren alle überglücklich.
Gerade nach Simons Kampf war wieder ich an der Reihe. Ich kämpfte wieder mit all meiner
Entschlossenheit und Kraft, doch mein Gegner, der auch sehr gut kämpfte, gewann knapp das Finale.
Ich war aber nicht allzu enttäuscht, da ich schätzte, dass ich trotzdem eine gute Leistung geliefert
hatte. Zweiter Platz in der Erwachsenenkategorie und in einer schwereren Kategorie als sonst, ist für
mich schon eine Errungenschaft.
Bei der Siegerehrung bekamen wir alle unsere wohlverdienten Medaillen und Urkunden. Simon hatte
das riesige Glück, die Auszeichnung „Bester Kämpfer“ zu bekommen. Wir freuten uns alle unglaublich
fest über diese Endbilanz, aber es war noch nicht fertig! Zu unserer Überraschung, wurden wir als
Schweizer Team mit der Auszeichnung „Bestes Team“ des Austrian Open gekürt!!! Das war „die
Kirsche auf dem Sahnehäubchen“. Die Endbilanz war super: 5 Goldmedaillen, 4 Silbermedaillen,
eine Bronzemedaille, „Bester Kämpfer“ und „Bestes Team“!!!
Am Abend gingen wir mit vielen Teilnehmenden des Austrian Opens in ein Restaurant zu Abend zu
essen. Der Abend war sehr angenehm und wir konnten uns mit der internationalen Silat-Szene
austauschen, was uns wirklich sehr gefiel.
Am nächsten Morgen gingen wir noch in den Wiener Prater auf das bekannte Wiener Riesenrad. Wir
hatten noch eine wundervolle Sicht auf Wien. Danach sind wir noch ein Wiener Schnitzel essen
gegangen. Es war sehr fein und wir hatten noch einen überaus schönen Halbtag in Wien, bis wir
wieder nach Zürich abflogen.
Vielen Dank an die Trainer Michael Wirth, Michael Gerber und Chantal Mattes (die leider nicht mit uns
mitkommen konnte, doch viel beigetragen hat und sicherlich in Gedanken bei uns war), die uns mit
viel Mühe und Sorgfalt auf den Wettkampf vorbereiteten und trainierten.

November 2016

© Daniel Repérant, 17