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Austrian Open 2015

Dieses Jahr hat SilatPlus, die Perisai-Diri Schule in Hausen am Albis am Austrian Open Turnier 2015 teilgenommen. Die Trainerin Chantal Mattes und unser Trainer Michael Wirth haben eine Gruppe von 8 Kindern und Jugendlichen (Noah Apter, Nina Frei, Marius Schülin, Paul xxxx, Noah Frei, Enrico Lombardi, Simon Föry und Daniel Repérant) zusammengeführt und sind mit ihnen nach Wien gereist. Die Bilanz ist gut: 2 Goldmedaillen, 2 Silbermedaillen, 2 Bronzemedaillen und 2 Goldpokale und ein Silberpokal wurden von unserem Team erkämpft.

Am Freitagmachmittag nach der Schule gingen ich und Simon zum Hauptbahnhof in Zürich, wo Nina, Noah und Marius auf uns warteten. Alle waren aufgeregt und freuten sich auf die gemeinsame Reise nach Wien. Mit dem Zug reisten wir weiter zum Flughafen Zürich. Dort wartete auf uns der Rest des Teams, das heisst Enrico, Paul, Noah und ihre Eltern. Unser Trainer Michael Wirth reiste mit uns mit dem Flugzeug. Und die Trainerin Chantal Mattes wartete auf uns bereits in Wien, wohin sie etwas früher mit dem Zug gegangen war.

In Wien gingen wir nach der Ankunft am Hotel Sachsengang sofort in ein gutes Restaurant, wo wir feine Wienerschnitzel assen. Mich haben die grossen Portionen und die tiefen Preise überrascht. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück gingen wir in die Turnhalle, wo das Turnier stattfand. Viele Menschen in schwarzen oder weissen Kimonos mit farbigen Gürteln liefen im Gang umher. Wir sahen die Halle noch nicht, wir mussten uns zuerst in der Umkleidekabine umziehen. Dann betraten wir die Halle und sahen alle Teams:

zwei von Deutschland, zwei von Österreich, ein von England. Wir vertraten die Schweiz.

Wir begaben uns zum letzten freien Ecken und legten dort unsere Sporttaschen hin. Von dort aus schaute ich mich genauer um: In der Mitte der Halle stand ein langer Hauptrichtertisch, der mit einem schönen asiatischen Tuch bedeckt war. Ein grosser Gong rechts des Tisches, ein kleiner links auf dem Tisch. Zwei Lampen mit den römischen zahlen I-III, welche die aktuelle Runde anzeigten. Viele verschiedene Papiere waren noch auf dem Tisch zu sehen. Einige Leute standen an, um sich wägen zu lassen und das Startgeld zu bezahlen. In der Mitte der Halle waren Matten aufgestellt und zwei schwarze Ringe, rechts ein kleiner und links ein grosser, mit Klebeband draufgeklebt. Der Ring links war für die Kämpfe der Erwachsenen und uns Jugendlichen gedacht. Auf dem Ring rechts haben die Kinder gekämpft und die Seni-Teilnehmenden ihre Seni vorgeführt.

Wir waren sehr aufgeregt. Wir mussten noch eine Weile warten, da Michael und Chantal und alle Trainer zusammengerufen wurden um die Kategorien zu besprechen. Nachdem wärmten wir uns während 15 Minuten mit Michael draussen auf. Als wir wieder in der Halle waren wurden auch schon die ersten Kämpfe angekündigt. Ich hatte den zweiten Kampf und darum ging ich in den Gang um mich warm zu halten und in Schwung zu kommen. Bald war der erste Kampf vorbei und ich war an der Reihe. Michael band mir die Kampfweste und ich zog die Schienbeinschoner und die Fäustlinge an. Mein Herz schlug wie verrückt. Michael betonte noch einmal alles zu geben und Spass zu haben. Das tat ich dann auch. Die Richterin bat mich und meinen Gegner auf den Ring. Nach einer Begrüssung ging der Kampf los. Die ersten Schläge kamen und ich spürte zuerst nichts. Nochmals. Ich drängte meinen Gegner aus dem Ring. In der ersten Runde geschah nichts aussergewöhnliches, ausser dass mein Gegner andauernd Scheren probierte, sie aber nicht sehr sauber durchführte und darum selten einen Wurf erzielte. Pause. Ich gehe zu Michael und er gibt mir gute Tipps. Die zweite Runde. Fast das gleiche. Die dritte Runde. Ende. Ich bin total erschöpft und kriege fast keine Luft mehr. Leider habe ich den Kampf verloren. Simon ist gerade nach mir dran.

Er hat einen starken Gegner aus Deutschland. Wir schauen seinem Kampf gespannt zu, feuern Simon an. Auch er verliert leider. Währenddessen haben die Kinder begonnen zu kämpfen. Marius musste einmal aus dem Kampf genommen werden, da der Gegner zu gefährliche Kicks durchführte. Bei den Kindern ging es besser: Noah und Paul kamen ins Finale und mussten gegeneinander antreten. Sie kämpften fair und am Schluss gewann Paul. Mittagspause. Wir gehen mit fast allen Turnier-Teilnehmende in das gleiche Restaurant wie am Vorabend. Am Nachmittag fanden die Seni statt und Nina musste gegen ihre Gegnerinnen kämpfen, wobei sie gegen die Erste verlor und gegen die Zweite gewann. Wir schauten gespannt den restlichen Kämpfen zu unterhielten uns mit den Leuten am Turnier. Ich unterhielt mich sogar mit dem Indonesischen Botschafter von Wien, der zu diesem Anlass gekommen war. Er war sehr froh, dass wir die Schweiz vertreten konnten und lobte unsere Englischkenntnisse.

Zum Abschluss des Turniers gab es die Siegerehrung. Wir konnten stolz auf unsere Leistung sein: 2 Goldmedaillen, 2 Silbermedaillen, 2 Bronzemedaillen und 2 Goldpokale und ein Silberpokal wurden von unserem Team erkämpft. Alle bekamen noch eine Urkunde und es gab ganz am Schluss ein Gruppenfoto.

Nach dem Turnier gingen wir zum Freizeitpark "Prater". Es war schon spät und darum, als wir ankamen, war alles am Schliessen. Trotzdem konnten wir noch mit Go-Karts fahren, Pommes Frites mit Würsten essen, eine Runde Geisterbahn geniessen und zum Schluss noch in einem schnell drehendem Kreisel fahren. Es war sehr lustig und trotz Mündigkeit und kleineren Verletzungen vom Turnier waren alle munter. Das war ein toller Samstagabend und Abschluss.

Am nächsten Morgen nach dem Frühstück besprachen wir mit unseren Coachs das Turnier und was wir alle daraus lernen können für spätere Turniere, wie zum Beispiel das internationale Turnier in Belgien im Mai 2016. Bald ging es zum Flughafen und zurück nach Zürich. Dort fuhr ich mit Simon, Nina und Noah mit dem Zug nach Hause und in Hausen am Albis angekommen gab es ein herzliches Wiedersehen mit meinen Eltern und meiner Schwester. Wien war eine super Erfahrung und ich würde es gerne noch einmal machen. Ich freue mich schon jetzt auf baldige Turniere mit unserem tollen Team SilatPlus!!!

© Dani Repérant, 16